5 Tipps – gefrorene Seifenblasen fotografieren

Nachdem heute Nacht der langersehnte Winter in Bayern eingetroffen ist, dachte ich mir ich überarbeite kurz meine Tipps aus dem letzten Winter für das Fotografieren gefrorener Seifenblasen.

Auch wenn die Temperaturen – zumindest im Alpenvorland – noch etwas fallen müßen um ideale Seifenblasenkugel aus Eis zu erhalten – sollten die Bedingungen in den kommenden Wochen sicherlich bald günstig und perfekt sein.

Ich hatte das Ganze letztes Jahr zweimal ausprobiert und das Fotografieren der kleinen Eiswelten hat riesigen Spass gemacht.

gefrorene Seifenblasen im Garten fotografieren - bilderausstrom.com
Gefrorene Seifenblase auf Stein

Tipp 1: Temperatur im deutlichen Minusbereich
Um das Überfrieren der Seifenblasen zu erzielen, sollten die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen. Bei meinem ersten Versuch sind mir bereits Resultate bei -10°C gelungen, wenn auch mit mehrmaligen Anläufen. Bei einem weiteren Versuch zeigte das Thermometer  -17°C an. Was die Seifenblasen noch schneller gefrieren lies und die Erfolgsquote auf fast 100% steigerte. Ein kurzer Blick auf die Wetterapp hilft schnell, den richtigen Zeitpunkt im Vorfeld zu planen und zu finden.

Tipp 2: Windstille oder Windschatten
Wind ist einer der größten Feind der Seifenblasen. Da er diese beim Überfrieren deformiert, kann dies zum Platzen der Eiskugeln führen. Daher ist Windstille und Windschatten für das erfolgreiche Fotografieren der kleinen Eiswelten ein wichtiges Kriterium. Und auch das Platzieren an der richtigen Stelle (siehe nächster Tipp „Licht“) fällt bei Windstille wesentlich leichter. Und was sich zusätzlich bewährt hat, die Seifenblasen auf kalte Gegenstände (Steine, gefrorenen Teich oder Metall) zu blasen. Dies fördert das schnelle Anfrieren.

Seifenblasen fotografieren - gefroren im Winter - Eis - Kälte
Gefrorene Seifenblasen im Schnee mit Gegenlicht

Tipp 3: Licht und das richtige Leuchten
Licht ist ein essentieller Teil der Fotografie der gefrorenen Seifeblasen, da es die Details und Strukturen der Kugeln sichtbar werden lässt. Und auch um die Schneekristalle zum Leuchten zu bringen. Hier muss man etwas mit Position und Bildwinkel experimientieren. Von Vorteil ist sicherlich ein sonnniger Wintermorgen, bei dem die Sonne tief steht. Bei meinen Versuchen habe ich versucht, die Seifenblasen an Stellen zu positionieren, die ein Sonnenlicht aus schräger/leicht im Hintergrund befindlicher Lage ermöglichen. Aber auch im Hintergrund platzierte LED Lichtpunkte, Kerzen oder eine kleine Taschenlampe können helfen, die Kugeln im richtigen Licht zu illuminieren.

Tipp 4: Seifenblasenlauge
Die Seifenblasenlauge kann man sich gut selbst schnell herstellen. 5 Spritzer Spülmittel, 100ml Wasser und zusätzlich Sirup oder Zucker (in meinem Fall Hollersirup) für die Stärkung der Oberflächenspannung. Dazu ein Cocktail-Strohhalm – fertig.
Kleiner Zusatztipp: die Lösung ist klebrig, daher aufpassen, dass am Ende nicht Ihr, Eure Finger und die Kamera klebt 😉

Tipp 5: Objektive/Brennweite und Kameraeinstellung
Am besten hat sich für das Fotografieren der Seifenblasen (Details) ein Makroobjektiv (100mm) und eine Blende von 2.8 für ein schönes Bokeh und Tiefenschärfe bewehrt. Aber auch ein leichtes Tele sind hier von Vorteil, um die Kugeln optisch vom Hintergrund zu trennen. Ich arbeite dabei immer gerne im M-Modus, da sich hier das richtige Verhältnis zwischen Licht und Tiefenschärfe einstellen lässt (meine jeweiligen Kameradetails seht Ihr in den Zusatzinformationen der Bilder unten).

… und dann wäre da noch die richtige Kleidung
Da die Temperaturen ja im deutlichen Minusbereich liegen und man selbst auch mal schnell in Schnee und Eis liegt ein weitere kleiner Zusatztipp „zieht Euch warm an“!

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Viel Spaß und freu mich über Euer Feedback.

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