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Licht Set-ups vorab planen: Im Studio oder am Computer?

Licht Set-up Studio Set.a.light

Lichtsituationen in Ruhe zu testen – ohne die Geduld eines Models überzustrapazieren? Die Wirkung von Licht im Studio „lesen“ lernen? Hierzu gibt es für den Einstieg in die Studiofotografie zwei Möglichkeiten.

Wenn Du ein Studio zur Verfügung hast (oder für den Einstieg reichen auch ein paar günstige Aufsteckblitze mir Funkauslöser) dann kann eigentlich der Test direkt beginnen. Am geduldigsten ist dabei eine alte Schaufensterpuppe, die Dir Model steht.

Wichtig ist bei der Studiofotografie zu verstehen, dass alles Licht durch die Lichtquellen entsteht. D.h. ohne diese erhält man ein schwarzes Bild. Jegliches Licht, dass hinzugenommen wird, ergänzt das Bild als Lichtquelle (mit seiner Lichtstärke bzw. Lichtrichtung & – form). Nach diesem Grundprinzip kann man dann schon beginnen Hauptlicht und eventl. Zusatzlichter zu planen.

Hinweis: „Schwarz Blitzen“, der Begriff ist Euch eventuell schon einmal begegnet? Damit ist gemeint, dass die Kamera so eingestellt ist, dass ohne zusätzliches Studio (bzw. Blitzlicht) ein schwarzes Bild entsteht. Ich stelle meine Kamera in der Regel auf F5.6 – 8, T 1/200s, ISO 100 ein -> Bild schwarz. Alles zusätzliche Licht hellt dann die Bildbereiche auf und ich habe damit die größtmögliche Freiheit in der Lichtgestaltung.

Weißes Studio schwarz? Vorab der Hinweis – alle 3 Bilder sind in einem weißen Studio entstanden.

Im ersten Bild wurde nur die Puppe angeblitzt, so dass der Rest des Bildes schwarz bleibt. Auch wenn das Studio komplett weiß ist bleibt der Hintergrund schwarz. Da in den hinteren Studiobereich kein Licht strahlt.

Im zweiten Bild wurde der Hintergrund des Studios zusätzlich angeblitzt, was diesen weiß aufhellt.

Im dritten Bild wurde der Hintergrund nur leicht ausgeleuchtet und die Puppe zusätzlich von hinten mit einem Striplight (Streiflichtformer) angeblitzt.

Was die Bildreihe verdeutlicht: Licht (und Schatten) im Bild sind 100% steuerbar. Nach diesem Grundprinzip geht dann die Lichtsetzung im Studio von statten.

Nicht wirklich kompliziert oder?

Das eigentliche Fotografieren mit Model im Anschluß macht sich diese Lichttests dann zu Nutze.

Lichtquellen vorab am Computer testen – Set.a.light

Eine weitere Methode Lichtquellen und ihre Wirkung im Vorfeld zu testen ist die Software Set.a.Light. Auf den ersten Blick hat sie auf mich etwas zu „künstlich“ und zu „3D“ gewirkt. Und ich war etwas unschlüssig, ob sie wirklich dem reellen Testen von Lichtquellen im Studio nahe kommt. Vorab ein klares „Ja“ – sie kommt der Situation sehr nahe.

Was mir sehr gut gefällt, dass nun die Auswahl der 3D Figuren (Haar- und Hautfarbe) erweitert wurde, da dies bereits eine Wirkung auf die Lichttests hat. Die Raum- bzw. Studiogrößen können flexibel angepasst werden (Höhe, Breite, Tiefe) und als Raum-Template gespeichert werden. Als Lichtquellen stehen neben den gängigen Studioblitzen + Lichtformern auch Dauerlicht und Aufsteckblitze zur Verfügung. Diese werden einfach in die gewünschte Position gebracht – und Lichtstärke bzw. Richtung angepasst. Set.a.light gibt es als kostenlose Testversion – man muss sich etwas reinarbeiten um das Grundprinzip zu verstehen – von daher der Tipp die Testversion ausgiebig nutzen.

Fazit: ein schnelles umfangreiches Tool mit vielen kostenlosen Video-Tutorials. Mit etwas Studioerfahrung bzw. Lichterfahrung können Lichtsituationen schnell erstellt bzw. nachgestellt werden.

Hinweis: Die Software wurde direkt gekauft. Es besteht keine Verbindung zum Hersteller. Die Software wird hier aus reiner Nutzersicht zum Thema „Lichtsetzung im Studio“ empfohlen – keine Werbung.

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